Warum heißen die eigentlich Kichererbsen

16 Mai, 2014


Auch auf die Gefahr hin, wie Professorin Dr. Oberküchenschlau zu wirken erzähle ich Euch jetzt die Geschichte von der Kichererbse. Oder besser wie die Kichererbse zu ihrem Namen kam. Und das ging so: Die alten Römer, deren Sprache Latein war  haben der Erbse den Namen „cicer“ gegeben. Ins Althochdeutsche übertragen hieß das dann „kihhira” woraus dann noch später die Kichererbse wurde. Was demnach also so viel wie Erbseerbse bedeutet. Hm, hatte ich mir irgendwie spannender vorgestellt. 

Eine echt witzige Erläuterung zur Kichererbse gibts hier  und von mir das Rezept.

Laßt es Euch gut gehen, kocht lecker und genießt das Wochenende.
Bis bald!

HUMMUS (à la moi)

Zubereitung: 5 Minuten | Für 2 sehr hungrige Personen

Was man braucht:
200 g Kichererbsen aus der Dose, abgetropft
2 EL Olivenöl
2 große EL Tahini-Paste
Saft einer sehr saftigen Zitrone
Salz
1 TL Paprikapulver
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
2 EL gehackte Petersilie

Und so geht’s:
1. Kichererbsen, Olivenöl, Zitronensaft, Tahini-Paste und Salz in die Küchenmaschine geben und alles zu einem Püree verarbeiten. Falls es etwas zu dick ist, mehr Olivenöl und Zitronensaft hinzufügen.
2. In eine Schüssel füllen und mit Paprika, Kreuzkümmel und Petersilie garnieren. Fertig ists!

Blueberry Pancakes

07 Mai, 2014

Man kann ja sagen was man will über die Amerikaner und ihre Küche, aber eins können sie wirklich und zwar unschlagbar: Pancakes! Und deshalb kann ich sie leider auch nicht Eierkuchen oder Pfannekuchen oder was auch immer nennen. Im Gegensatz zu ihren deutschen Verwandten sind sie viel leichter und höher. Die Variante mit Blaubeeren ist natürlich ein Klassiker und unbedingt zu empfehlen.

Diese kleinen Blaubeerfreuden hellen jeden verregneten Sonntag auf. Garantiert!

BLUEBERRY PANCAKES (à la Gordon Gamsey)

Zubereitung: 20 Minuten | Für 2 Personen oder 4 Pancakes

Was man braucht:

60g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
2 TL Zucker
1 Ei
50ml Milch
60g Ricotta
Butter und Öl zum Braten
griechischer Joghurt und Honig zum Servieren

Und so geht’s:
1. Eiweiß und Eigelb trennen. Mehl, Backpulver, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Eigelb und Milch dazugeben und mit dem Schneebesen gründlich mischen.
2. Ricotta und Blaubeeren in die Schüssel geben und erneut durchmischen.
3. Das Eiweiß in einer weiteren Schüssel mit dem Mixer steif schlagen und vorsichtig unter die Mischung heben. Am besten macht sich das mit einem weichen Teigschaber. Dabei immer am Schüsselrand entlanggehen und den Teig zur Mitte hin unterheben.
4. Butter und Olivenöl in der Pfanne erhitzen und die Pancakes darin goldbraun braten (ca. 3 Minuten pro Seite).
5. Mit Joghurt und Honig servieren.

Schoko, Schoko und noch mehr Schoko

02 Mai, 2014


Es ging nicht anders. Es musste sein. Ich brauchte Schokolade und zwar VIEL.

Und warum nicht Macarons. Viele fürchten sich ja backtechnisch vor diesen kleinen Leckerbissen. Aber dazu gibt es wirklich keinen Grund. Und selbst wenn sie nicht ganz perfekt werden – so wie meine hier – ich verspreche Euch die sind so schnell weg das merkt kein Mensch!

Falls übrigens jemand plant nach Paris zu ziehen oder schon da ist und sich über die eine oder andere Eigenart der Pariser wundert;  „The sweet life in Paris“ ist nicht nur ein super Kochbuch sondern auch eine sehr humorvolle Anleitung für Neuankömmling in der französischen Hauptstadt.

Ob Parisfan oder nicht, hier gehts zu den Macarons ...

SCHOKOLADEN MACARONS
nach David Lebovitz und “The sweet life in Paris“

Zubereitung & Backen: 45 Minuten | Für 15 Macarons

Was man braucht:
100g Puderzucker
55g Mandelmehl
25g Cacaopulver (ungesüßt)
2 Eiweiß (von großen Eiern)
65g Zucker
Für die Füllung:
100ml Sahne (30% Fett oder mehr ... darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an)
100g dunkle Schokolade
10g gesalzene Butter
1 TL Ahornsirup

Und so geht’s:
1. Den Ofen auf 190˚C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Damit die Macarons alle gleich groß werden, zeichne ich mir mit Hilfe eines Schnapglases kleine Kreise (3cm Durchmesser und 3cm Abstand) auf das Backpapier. Papier dannach umdrehen!
2. Puderzucker, Mandelmehl und Cacao in eine Küchenmaschine geben und ein paar Minuten mixen, bis ein feines Pulver, ohne Klümpchen entstanden ist.
3. Das Eiweiß in einer Schüssel steif schlagen und nach und nach den Zucker dazugeben.
4. Die Mandelmehlmischung sehr vorsichtig in das geschlagene Eiweiß einarbeiten und anschließend in einen Spritzbeutel füllen.
5. Mit dem Spritzbeutel die vorgezeichneten Kreise füllen. Dazu etwa einen Teelöffel Teig pro Kreis verwenden. 15 Minuten im Ofen backen. Anschließend herausnehmen und abkühlen lassen! Erst dann vorsichtig vom Backpapier lösen.
6. Die Sahne in einem Topf zum köcheln bringen. Ahronsirup und die in Stückchen gebrochene Schokolade dazugeben. Nach zwei Minuten anfangen zu rühren, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Die Butter dazugeben und weiterrühren, bis sie aufgelöst ist. Die Füllung abkühlen lassen.
7. Je eine Macaronhälfte mit der Schokoladenfüllung bestreichen und mit einer zweiten Hälfte schließen. Dekorieren könnt ihr nach Herzenslust (bunte Perlen, Nüsse, Kokosraspeln .... tobt Euch aus).
8. So nun kommt der schwierige Teil !!!! Die Macarons bis morgen in einer Dose verstauen!!! Ja, das ist mein voller Ernst. Sie schmecken wirklich erst am nächsten Tag richtig gut. Aber zugegeben ... eine ... mal so zum Kosten ... hab ich mir schon mal geschnappt!



Brunnenkressesüppchen mit Ziegenfrischkäse

28 April, 2014


So ein Süppchen lässt sich ja immer mal dazwischen schieben, oder? Und wenn einem dann auch noch so frische Brunnenkresse in die Hände fällt, gibt es sowieso keine Ausrede. Da schwingt der Kochlöffel schon fast von allein.

BRUNNENKRESSE SUPPE

Zubereitung: 25 Minuten | Für 2 Personen

Was man braucht:
1 Bund Brunnenkresse
2 Eier
25g Butter
500ml Gemüsebrühe
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
50g Ziegenfrischkäse
50ml Sahne
Salz & Pfeffer

Zum Servieren:
Dunkles Bauernbrot + mehr Ziegenfrischkäse



Und so geht’s:
1. Die groben Strünke der Kresse entfernen und den Rest gründlich waschen und trocken schütteln.
2. Eier sieben Minuten kochen, abschrecken und pellen. In kleine Würfel schneiden und bis zum Servieren beiseite stellen.
2. Schalotte schälen und grob würfeln. Knoblauchzehe abziehen und ebenfalls würfeln. Butter in einen Topf geben und beides darin bei schwacher Hitze 5 Minuten anschwitzen.  Die Kresse dazugeben und ein bis zwei Minuten köcheln lassen, bis die Kresse etwas zusammen gefallen ist.
3. Mit Gemüsebrühe auffüllen und abgedeckt fünf Minuten köcheln lassen. Durch ein Sieb abgießen und dabei die Brühe auffangen. Kresse, Schalotte, Knoblauch und etwa die Hälfte der Brühe in eine Küchenmaschien geben und fein pürieren. Anschließend durch ein feines Sieb passieren, um alle groben Fasern loszuwerden.
4. Die Suppe zurück in den Topf füllen und erneut erhitzen. Sahne und Ziegenkäse hinzufügen und gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit knusprigem Brot und Eierwürfeln servieren und sich die Frühlingssonne auf den Löffel scheinen lassen.   












Herzhafte Eierkuchen und Urlaubserinnerungen

07 April, 2014

Einen Monat mit dem Rucksack durch Indien reisen, das war schon lange ein Traum von mir. Kurz vor Weihnachten letzten Jahres war es dann endlich so weit. Mit geborgtem Rucksack, 10 Jahre altem Reiseführer aber immerhin gut durch geimpft ging es los.

Die Tage vor der Abreise waren etwas chaotisch und so blieb nicht allzu viel Zeit für Planung und Vorbereitung. Da kommt ein 10-Stunden Flug eigentlich ganz gelegen. Nach dem Grobplan hatten wir nun also einen etwas fein geschliffeneren Plan aber immer noch keine Ahnung was uns erwarten würde.  
Indien ist eine Erfahrung, die man schwer in einem Satz beschreiben kann. Diese verrückte Mischung aus Farben, Gerüchen, ohrenbetäubend lauter Musik, traumhafter Natur, gigantischen Tempeln, reich und super arm direkt nebeneinander, Religion und Tradition … 

Es dauerte ein paar Tage, bis man begreift, dass man wirklich da ist und nicht etwa ein Film vor einem abläuft. Dass man sich an nichts festhalten kann, weil einfach alles anders ist als wir es in Europa kennen ist natürlich auch ermüdend. Davon hatte ich zwar gehört war dann aber doch überrascht, als es mich erwischt hat. Da hilft dann nur ein Tag im Hotel, mit kuscheligem Bett, heißer Dusche, Klimaanlage und kühlem Bier.

Unsere Reise führte uns an der Küste von Kerala entlang in den Süden, wo wir Weihnachten in Varkala unter Palmen verbrachten. Von dort ging es zu den Backwaters, einem riesigen Gebiet aus Wasserstraßen, Inseln, Palmenwäldern und Fischerdörfern. Weiter mit dem Bus durch die Teeberge  und gut durchgeschüttelt zum Meenakshi Amman Tempel in Madurai. Mit dem Nachtzug nach Bangalore, was mir vor allem wegen dem besten fried chicken EVER in Erinnerung bleiben wird. Und zu guter Letzt nach Mysore und dem mit Abstand beeindruckendsten Palast, den ich je gesehen habe. 

Bei so vielen Eindrücken dauert das Fotosortieren natürlich noch eine Weile aber hier gibt es schon mal einen kleinen Einblick. 

























































































Das Essen in Indien war natürlich großartig. Klar gab es auch die eine oder andere Enttäuschung, vor allem in sehr touristischen Restaurants oder Hotels aber wer einmal ein tomato fry im Indian Coffee House gegessen hat, der träumt noch lange davon. Nach einem Monat indischem Essen brauchte ich trotzdem erst mal eine Pause. Die gestern dank Gordon Ramsay und Martins  Kocheifer ein glückliches Ende fand. Die indische Küche hat mich wieder!

HERZHAFTE EIERKUCHEN aus Gordon Ramsay`s ultimate cooking course

Zubereitung: 25 Minuten | Für 4 Personen

Was man braucht:
1-2 TL Kreuzkümmel
1 mittelgroße grüne Chili
2 Knoblauchzehen
3cm frischer Ingwer
1 Ei
125g Mehl
275g Milch
Salz & Pfeffer
Olivenöl
Für die Füllung:
1 TL Senfkörner
1 TL Kurkuma
1 kleine Zwiebel
6 mittelgroße Kartoffeln, gekocht, geschält und in Scheiben geschnitten
Olivenöl
+ Joghurt und Koriander

Und so geht’s:
1. Kreuzkümmel mit einer Prise Salz in der Pfanne eine Minute rösten. Etwas Olivenöl und die fein gehackten Knoblauchzehen, Chili und Ingwer hinzufügen. Weitere zwei, drei Minuten braten und dann vom Herd nehmen.
2. Die Mischung in eine Schüssel geben und mit Milch, Ei, Mehl und einem Esslöffel Öl zu einem Teig verquirlen. Nicht wundern, der Teig ist sehr flüssig.
3. Für die Füllung, Öl in eine Pfanne geben und die Senfkörner darin anrösten. Zwiebelwürfel dazugeben und goldbraun braten. Kurkumapulver und Kartoffelscheiben ebenfalls in die Pfanne geben und mit ein wenig mehr Öl  fünf Minuten weiter braten.
4. Etwas Öl in eine große Pfanne geben und circa eine Suppenkelle der Eierkuchenmischung hinein füllen. Wenn der Teig anfängt Blasen zu schlagen, wenden. Die Eierkuchen sollen schön dünn und auf beiden Seiten goldbraun sein.
5. Koriander fein hacken und mit Jogurt und Salz zu einer Sauce verarbeiten. Mit den gefüllten Eierkuchen servieren.

Aufs Brot statt Käse und Wurst

03 April, 2014

Ob als Alternative zu Käse und Wurst oder einfach weil der Kühlschrank leer ist … hier sind zwei schnelle Rezepte für den schnellen Hunger.
Lasst es Euch schmecken!

KARTOTTEN UND DICKE BOHNEN AUFS BROT
 
Zubereitung: 25 Minuten | Für 4 Personen
 
Was man braucht:
3 mittelgroße Karotten
2 Knoblauchzehen
½ TL Kümmel
1 kleine rote Chili
Olivenöl
………………….
500g dicke Bohnen (Für alle die mehr darüber wissen wollen, geht’s hier zur Warenkunde.)
2 TL frische, gehackte Minzblätter
½ kleine rote Zwiebel
¼ TL gemahlener Kreuzkümmel
2 EL Olivenöl
½ EL Himbeeressig
Salz und Pfeffer

Dazu: knuspriges Bauernbrot, Frischkäse oder Hummus

Und so geht’s:
1. Für den Karotten-Aufschnitt: Die Karotten waschen und schälen. Anschließend mit einem Gemüseschäler in dünne Streifen schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die  fein gehackten Knoblauchzehen darin anschwitzen. Chili, Karotten und Kümmel dazugeben und 5 bis 10 Minuten bei mittlerer Hitze weitergaren bis die Karotten bissfest sind. Vom Herd nehmen und in eine Schüssel füllen.
2. Die Kerne aus den Schoten lösen und in kochendem Salzwasser 10 Minuten köcheln lassen. Anschließend mit kaltem Wasser abschrecken und etwas abkühlen lassen. Die Kerne aus den Hüllen herauslösen und in eine Schüssel geben.* Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und dazugeben. Olivenöl, Himbeeressig, Kreuzkümmel und Minze zu den Bohnen geben und alles mit Salz und Pfeffer würzen. In eine Schüssel füllen.

Mit Hummus (als vegane Variante) oder Frischkäse und knusprigem Brot servieren.

*Man kann die ausgelösten Kerne auch tiefgekühlt kaufen. 



Wenn die Rübe mit dem Schnittlauch …

29 März, 2014

Oder doch lieber mit der Petersilie?



Bei mir gibt es immer Kräuterreste. Das ist wohl so, wenn man ohne Kräutergarten im Großstadt-Jungle bündelweise kaufen muss. Deshalb kommt alles was übrig bleibt bei mir in die Butter und dann ab ins Gefrierfach. Nachdem ich die Kräuter fein gehackt habe, werfe ich meist einen Blick ins Gewürzregal und den Kühlschrank und kombiniere und probiere.

Hier sind meine Top-3 der Kräuterbutter-Resterezepte:
Kräuterbutter Asiatisch: Koriander, Limettenschale, Ingwer, Chili.
Passt super zu Fisch und Reis.
Kräuterbutter Italien: Basilikum, Oliven, Knoblauch, getrocknete Tomaten
Passt super zu Pasta oder einfach auf geröstetes Brot.
Kräuterbutter Gemüsegarten: Schnittlauch, Petersilie, Oregano, Frühlingszwiebeln
Passt zu Gemüse, wie die Faust aufs Auge.

Alle Zutaten werden fein gehackt und mit Butter und etwas Salz gemischt. Zu einer Rolle geformt und in Klarsichtfolie einschlagen. So einfach ist das.




MAIRÜBCHEN IN KRÄUTERBUTTER

Zubereitung: 20 Minuten | Für 2 Personen

Was man braucht:
1 Bund junge Rüben (Mairüben, Teltower Rübchen)
2 EL Zucker
Kräuterbutter*

Und so geht’s:
1. Die Rübchen dünn schälen. Einen Topf mit Wasser füllen und mit 2 Esslöffeln Zucker zum kochen bringen. Die Rüben darin bei niedriger Temperatur gar kochen. Das dauert circa 15 Minuten.
2. Abgießen und abtropfen lassen und zurück in den Topf geben. Die Kräuterbutter dazugeben und solange Schwänken, bis die Butter geschmolzen ist.

*Meine Mairübchen habe ich in einer Kräuterbutter aus Schnittlauch, Petersilie, Knoblauch, Zitronenschale und Salz geschwenkt. Sehr lecker und so einfach!